GroKo - Ja oder Nein?

Brandaktuell diskutieren die Taufkirchner SPD-Mitglieder gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürger am kommenden Dienstag, den 20.02.2018 ab 19:30 Uhr zum Thema "Groko - Ja oder Nein". Im Fokus steht dabei der anstehende Mitgliederentscheid zum Entwurf des Koalitionsvertrages. Die Diskussion findet im Kilimanjaro Café & Restaurant, Köglweg 22, in Taufkirchen statt. Auch nicht-SPD-Mitglieder sind herzlich Willkommen und dürfen mitdiskutieren.

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Kulturveranstaltungen für Menschen mit geringem Einkommen

Das Taufkirchner Kulturzentrum - Foto: SPD
Das Taufkirchner Kulturzentrum - Foto: SPD

Sozialdemokraten wollen Restkarten sinnvoll vergeben

 

37,88 € – so viel, rechnet der Gesetzgeber, muss einem Einpersonenhaushalt mindestens für Freizeit, Unterhaltung und Kultur monatlich zur Verfügung stehen. So steht es in § 5 des Regelbedarfermittlungsgesetzes, der Grundlage für die Berechnung des Grundsicherungssatzes, meistens als Hartz IV bezeichnet.

 

Das klingt zunächst nach einer ordentlichen Summe. Wenn man aber bedenkt, dass für Nahrungsmittel und Getränke lediglich 137,66 € angesetzt werden und die Gesamtsumme der Verbrauchsausgaben 394,84 € beträgt wird schnell klar, dass diese Berechnungen kaum mit der Realität vereinbar sind. Kulturausgaben müssen schnell Nahrungsmittelausgaben weichen, Kultur wird damit zum Luxusgut. Bei anderen Personengruppen mit geringem Einkommen, etwa Studenten, sieht es nicht anders aus.

 

Umso ärgerlicher ist es, dass bei Kulturveranstaltungen regelmäßig Plätze unbesetzt bleiben, weil nicht alle Eintrittskarten verkauft werden konnten.

 

Diese Restkarten möchte die Taufkirchner SPD nun sinnvoll weiterreichen, eben an Menschen die sich die Veranstaltung sonst nicht geleistet hätten. Dies soll zu vernünftigen Konditionen, transparent und ausschließlich aus Gemeindehand erfolgen.

 

Dazu hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingereicht und bittet nun die Verwaltung ein Konzept auszuarbeiten, nach dem ein Kontingent an Restkarten an Menschen mit geringem Einkommen weitergereicht werden kann.

 

Fraktionschefin Rosemarie Weber erklärt:

 

Die Vergabe von Restkarten muss absolut transparent und ausschließlich direkt aus Gemeindehand erfolgen. Es ist selbstredend, dass keine Anreize geschaffen werden dürfen auf Restkarten zu hoffen, weil man sich das reguläre Ticket sparen möchte. Daher soll eine solche Regelung nur einen eng begrenzten Personenkreis betreffen und glasklaren Kriterien unterliegen.“

 

Fraktionsvize Matteo Dolce ergänzt:

 

Für viele Menschen sind kulturelle Veranstaltungen ein Luxusgut. Sie sind nicht existentiell für das tägliche Leben. Sie sind aber existentiell für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und von Kreativität. Wir möchten nicht, dass etwa alleinerziehende Väter oder Mütter oder Studenten darauf verzichten müssen sich ein Theaterstück oder ein Konzert anzusehen, weil sie sich sonst das Essen nicht mehr leisten können.“

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Originalantrag der SPD-Fraktion
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Defibrillator am Taufkirchner S-Bahnhof

Notrufsäule mit AED am Münchner Hauptbahnhof - Foto: SPD Taufkirchen
Notrufsäule mit AED am Münchner Hauptbahnhof - Foto: SPD Taufkirchen

SPD fordert Notrufsäule mit Automatisierten Externen Defibrillator (AED)

 

Defibrillatoren können Leben retten. Das weiß jeder der sich im Fernsehen schon mal eine Ärzteserie oder eine entsprechende Dokumentation angesehen hat. Bei einem Herzstillstand holen die Ärzte stets einen großen Kasten mit Kabeln und etwas das so ähnlich aussieht wie ein Bügeleisen hervor und verpassen dem Patienten einen Stromschlag. Dieser zuckt zusammen und wacht meistens kurz darauf wieder auf. Sein Leben ist gerettet.

 

Nun muss man fairerweise sagen, dass es im wahren Leben weitaus weniger theatralisch zugeht. Und auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Stromstoß eines Defibrillators dem Patienten sogleich das Leben rettet ist weitaus geringer als man es sich wünschen würde. Dennoch bleibt die Defibrillation in vielen Fällen das einzig wirklich wirksame Mittel um ein Herz, das nicht mehr richtig funktioniert, wieder zum Laufen zu bringen.

 

Es hat sich längst herumgesprochen, dass nicht nur Ärzte oder Sanitäter den womöglich rettenden Stromstoß verabreichen können, sondern jedermann, von der Bankangestellten über den Bäckerlehrling bis zum Schulkind. Möglich machen dies sogenannte Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED).

 

AED's sind Defibrillatoren im Handtaschenformat, die von jedem Laien auch ohne Vorkenntnisse bedient werden können. Sie sind bedienerfreundlich und darauf ausgelegt den Anwender durch die erforderlichen Maßnahmen zu leiten. Eine Fehlbedienung – die größte Sorge bei vielen Anwendern – ist ausgeschlossen. AED's sind so konstruiert, dass sie selbstständig den Herzrhythmus des Patienten analysieren und entscheiden, ob eine Defibrillation erforderlich ist. Die Benutzerfreundlichkeit von AED's wurde in den USA sogar mit Schulkindern getestet und zeigte, dass auch ohne Einweisung eine erfolgreiche Anwendung möglich ist.

 

Auch wenn kein Stromschlag erforderlich ist, gibt ein AED Hilfestellung. Eine laute automatische Stimme erteilt Anweisungen was zu tun ist, etwa „Atmung überprüfen“, „Herzdruckmassage durchführen“ oder „den Patienten nicht berühren“. Wird doch ein Schock empfohlen, so wird der Anwender dazu aufgefordert diesen mittels Knopfdruck auszulösen. Die Bügeleisen aus dem Fernsehen sind modernen Klebeelektroden gewichen, die entsprechend den Skizzen auf dem Defibrillator auf den Oberkörper aufgeklebt werden.

 

Ein AED gibt somit zusätzliche Sicherheit in stressigen Situationen und kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Über 140 000 Menschen in Deutschland sterben jährlich am sogenannten plötzlichen Herztod, der durch unkoordinierte Herzbewegungen (Kammerflimmern) verursacht wird. Die einzige wirksame Behandlung ist eine elektrische Defibrillation, die wie ein Reset wirkt, sodass das Herz wieder koordiniert Blut durch den Körper pumpen kann.

 

Aufgrund der mangelnden Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff beim Herzkreislaufstillstand, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Patienten im Schnitt um 10% pro Minute. Daher ist eine frühzeitige Defibrillation in vielen Fällen die einzige wirklich lebensrettende Maßnahme. Die Wartezeit bis der Rettungsdienst eintrifft kann bei Untätigkeit bereits die Chancen auf eine erfolgreiche Reanimation auf Null reduzieren.

 

In München gibt es bereits an 119 U-Bahnhöfen Notrufsäulen mit AED's.

 

Fraktionsvize Matteo Dolce zur SPD-Forderung:

 

Im Idealfall vergehen zwischen Notruf und Eintreffen des ersten Rettungsmittels mindestens fünf Minuten, meistens sogar mehr. Diese Zeit kann beim Herzkreislaufstillstand bereits den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Daher ist es erforderlich an stark besuchten öffentlichen Plätzen, Laien die Möglichkeit zu geben, wirksam mit einem Defibrillator zu reagieren.“

 

Zweiter Bürgermeister Alfred Widmann ergänzt:

 

Es ist wünschenswert, wenn ein solches Gerät nie zum Einsatz kommt. Natürlich verursachen eine Notrufsäule und ein Defibrillator einen geringen Kosten- und Wartungsaufwand. Wird der Defibrillator aber auch nur ein einziges Mal erfolgreich eingesetzt, hat sich die Investition bereits gelohnt.“

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SPD besucht Unterhachinger Polizeiinspektion

von links: Matteo Dolce (Gemeinderat, Taufkirchen), Alfred Widmann (2. Bürgermeister, Taufkirchen), Stefan Schraut (Polizei), Karin Radl (Gemeinderätin, Unterhaching), Sabine Schmierl (SPD Unterhaching), Peter Soellner (Gemeinerat, Taufkirchen)
von links: Matteo Dolce (Gemeinderat, Taufkirchen), Alfred Widmann (2. Bürgermeister, Taufkirchen), Stefan Schraut (Polizei), Karin Radl (Gemeinderätin, Unterhaching), Sabine Schmierl (SPD Unterhaching), Peter Soellner (Gemeinerat, Taufkirchen)

Dienststellenleiter Schraut zieht positive Bilanz

 

Dass Einsatzkräfte einen gefährlichen Beruf haben, wurde bedauerlicherweise in der Silvesternacht besonders deutlich. Ausschreitungen, Beleidigungen, Gewalt, immer wieder kommt es zu Aggressionen gegen diejenigen, die sich dem Schutz der Gesellschaft und der Menschen verpflichtet haben.

 

Insbesondere die Beamtinnen und Beamten der Polizei müssen sich dabei immer wieder gefährlichen Situationen aussetzen. Die Schüsse auf zwei Beamte am S-Bahnhof Unterföhring im vergangenen Jahr haben wieder einmal gezeigt, dass es die bayerischen Sicherheitskräfte mitnichten nur mit Banalitäten zu tun haben.

 

Die Sozialdemokraten im Hachinger Tal überbringen daher regelmäßig persönlich ihren Dank und den Dank der Bevölkerung an Dienststellenleiter Stefan Schraut von der Polizeiinspektion 31 in Unterhaching.

 

Im Rahmen ihres jährlichen Gespräches informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der Taufkirchner und Unterhachinger Gemeinderatsfraktionen über die aktuelle Sicherheitslage ihrer Gemeinden.

 

Die rund 50 Beamtinnen und Beamten nahmen in den vergangenen Jahren in ihrem gesamten Zuständigkeitsbereich im Schnitt etwa 2000 Strafanzeigen auf. Davon entfielen 45 % auf Unterhaching und 30 % auf Taufkirchen. In den letzten beiden Jahren hatte die Polizei vor allem mit dem neuen Kriminalitätsphänomen des „falschen Polizeibeamten“ zu tun. Dabei handelt es sich um eine besonders perfide Betrugsmasche übers Telefon, die sich hauptsächlich gegen ältere Bürger richtet. Wohnungseinbrüche haben dagegen erfreulicherweise wieder deutlich abgenommen.

 

Insgesamt konnte Schraut jedoch eine sehr positive Bilanz ziehen: „Unterhaching und Taufkirchen sind sehr sichere Gemeinden. Die Zusammenarbeit mit den Behörden und Institutionen funktioniert bestens.“

 

Unterhachings SPD-Fraktionsvorsitzende Karin Radl:

 

Wir können mit der aktuellen Situation in Unterhaching und bei unseren Nachbarn in Taufkirchen zufrieden sein, da die Sicherheitslage in beiden Gemeinden weiterhin konstant gut ist. Die Betrugsversuche an unseren älteren Mitbürgern gehen mir persönlich sehr nahe und ich bin unserer Polizei für ihre Beratung, Unterstützung und Aufklärung sehr dankbar. Natürlich möchte ich mich generell für die Arbeit unserer Polizei sehr herzlich bedanken und auch für die gute Zusammenarbeit.“

 

Taufkirchens Fraktionsvize Matteo Dolce:

 

Die Sicherheit liegt bei Herrn Schraut und seinem Team in den besten Händen und das merkt jeder, der sich auch nur zwei Minuten mit den Beamten unterhält. Die polizeilichen Entscheidungen werden mit Sachkompetenz, Verstand und Konsequenz getroffen. Daher haben wir auch vollstes Vertrauen in die Polizei und die Polizei jederzeit unsere Unterstützung.“

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